Veranstaltungen

Kommende Veranstaltungen:

19.10.: Der Fall Katalonien

02.11.: 100 Jahre Oktoberrevolution

30.11.: Konsumentenverantwortung

 

Der Fall Katalonien

Im Augenblick hört man viel über die katalonische Unabhängigkeitsbewegung, das Referendum und den Einsatz der Polizei durch die spanische Regierung. Dabei fragen sich viele, warum es eigentlich ein so großes Problem sein soll, wenn die Katalanen unabhängig sein wollen. Sollen sie doch – was spricht dagegen, wenn sie sich als eigenes Volk fühlen?! Umgekehrt gibt es den Standpunkt, dass Spanien und überhaupt die modernen Staaten einen ziemlichen Fortschritt in der Menschheitsgeschichte darstellen; dessen Freunde verteidigen die Einheit der spanischen Nation gegenüber den separatistischen Bestrebungen und wollen gar nicht verstehen, wieso diese Region so stur auf ihrer Eigenständigkeit beharrt. Gleichzeitig nehmen alle Seiten fast verwundert zur Kenntnis, wie hartnäckig und wie hart die Angelegenheit von den Kontrahenten verfolgt wird: Katalonien ermuntert seine Bevölkerung gegen den Beschluss des obersten Verfassungsgerichts zu einem (illegalen) Referendum und Spaniens Regierung lässt im Gegenzug hohe Beamte der katalanischen Verwaltung festnehmen, schickt Polizisten, die Wahllokale stürmen und Leute verprügeln und sie droht der katalanischen Regierung mit Absetzung sowie einer Anklage wegen „Rebellion“.

Die Europäische Union erklärt den Fall zur „inneren Angelegenheit“ Spaniens, in den sie sich nicht einmischt. Frage allerdings, ob das nicht eine ziemliche Einmischung ist…

Wir wollen anhand des Falls Katalonien darüber diskutieren,
• was es mit nationalem Separatismus eigentlich auf sich hat,
• was ein Volk eigentlich ist und wie sich das zu Staat und Nation verhält,
• woran sich eigentlich entscheidet, wann Separatisten erfolgreich sind und wann nicht…

19.10. 19 Uhr im Bahnhof Langendreer Raum 6

 

100 Jahre nach der Oktoberrevolution:
Was wollte der reale Sozialismus?

Seit es den Kapitalismus gibt, gibt es Kritik an ihm, die auf’s Grundsätzliche zielt und ihn überwinden will. Mit der Oktoberrevolution in Russland hat sich diese linke Kritik erstmals einen Staat erobert: Der Sozialismus wurde „real“.

Hundert Jahre später existieren die Sowjetunion und die ihrem Sozialismus mehr oder weniger nacheifernden Projekte nicht mehr. Der Kapitalismus dagegen lebt munter weiter, produziert Kapitalwachstum, Armut, Krisen und Kriege.

Wir wollen einen Blick in die Vergangenheit werfen und fragen:

Was war die zentrale Kritik der früheren Sozialisten an Kapitalismus und Staat?
Wie haben sie diese Kritik in ihren Ländern praktisch umgesetzt?
Was waren die Leistungen und was die systematischen Mängel ihrer Projekte?
Und schließlich: Wohin haben die Sowjetunion bzw. China sich gewandelt?

02.11. 19 Uhr im Bahnhof Langendreer Raum 6