Dies ist nicht unsere Gesellschaft –
auch wenn ständig von „wir“ und „uns“ die Rede ist.

Der Reichtum dieser Gesellschaft gehört nicht uns.
Wir Erwerbstätige haben immer weniger Geld, weil unsere Löhne und Gehälter niedrig sein müssen, damit andere reich werden.
Wir haben immer weniger Zeit, obwohl alles Produzieren ständig leichter geht.
Alle Fortschritte der Arbeitsproduktivität fallen dem Kapital zu – und uns bleibt nur der Schaden: intensivere Arbeit oder wegfallende Arbeitsplätze.

„Wir“ Erwerbstätige, „wir“ Gewerkschaftsmitglieder haben zwar einen gemeinsamen Schaden, sind aber zur Zeit auch kein „wir“, das dagegen zusammensteht:
Im Betrieb kämpfen wir gegeneinander um Aufstiegschancen und bessere Behandlung, als Stammbelegschaft gegen die Leih- und Zeitarbeiter.
Als Standorte großer Unternehmen lassen wir uns gegeneinander ausspielen
um das beste Angebot ans Kapital und als deutsche Arbeiter gegen die anderer Länder… Alles unter tätiger Anleitung durch „unsere“ Betriebsräte und Gewerkschaften.

Es ist kein Naturgesetz, dass das so läuft.

Wir wollen eine Gewerkschaft, die diesen Gegensatz austrägt,
statt sich von Kapital und Staat abhängig zu erklären.
Dazu müssen wir Erwerbstätige uns erst einmal selbst zusammenschließen.

Deshalb fordern wir:
Klassenkampf statt Standortnationalismus!

Kampf für mehr Lohn, weniger Arbeitszeit, mehr Urlaub, frühere Rente. Kampf dem Niedriglohn und den prekären Beschäftigungsverhältnissen. Schluss mit den unterschiedlichen Löhnen – wir brauchen alle Geld zum Leben.