Die USA haben Venezuela seit Jahren auf ihrer Liste von Schurkenstaaten.
Jetzt wollen sie endlich mit Hilfe der Opposition in Venezuela einen
Präsidenten an die Macht bringen, der ihnen passt
Das wirft Fragen auf.
1. Womit hat sich Venezuela diese Feindschaft der USA zugezogen?
Sicher nicht damit, dass die Bevölkerung im Land schlecht versorgt wäre
– wie es die demonstrativen Hilfslieferungen suggerieren. Armut der
Leute stört die US-Politik ansonsten eher wenig – weder in ihrem
Hinterhof Haiti noch übrigens im eigenen Land. Sicher auch nicht
dadurch, dass die demokratischen Prozeduren in Venezuela zu wünschen
übrig lassen. Mit einer offen repressiven Diktatur wie dem Königshaus
Saud unterhalten die USA allerherzlichste Beziehungen…
Was also stört die Vereinigten Staaten am venezolanischen Staatsprogramm
seit Hugo Chavez?

2. Welche inneren Widersprüche können die USA bei ihrem
Umsturzversuch für sich instrumentalisieren? Tatsächlich gibt es eine
große Unzufriedenheit der venezolanischen Bevölkerung mit der aktuellen
Versorgungslage, die die US-Politik jetzt für sich auszunutzen hofft.
Wie ist es dazu gekommen?

3. Wenn die USA einen demokratisch gewählten Präsidenten wie Maduro
durch einen ihnen genehmen Typen ersetzen wollen und dabei auf Beifall
und Unterstützung ihrer demokratischen Freunde in Europa setzen können –
welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus eigentlich in Sachen
Völkerrecht, Demokratie und aktuelle amerikanische Weltmachtpolitik ziehen?

Diese Fragen wollen wir diskutieren
Mittwoch 06.03.2019, 19 Uhr
Bahnhof Langendreer, Bochum