September ist Bundestagswahl. Wir sollen alle wählen gehen. Das gehört zu einer Demokratie nun mal dazu. Wer nicht wählt, verzichtet auf seinen Einfluss in politischen Fragen – so lernt man es jedenfalls im Sowi-Unterricht. Und er stärkt die linken und rechten Extremisten. Die darf man also offenbar schon mal nicht wählen.
Was steht denn überhaupt zur Wahl? Ein gutes Leben und was man dafür in dieser Gesellschaft so brauchen würde: einen Haufen Geld, eine schöne Wohnung, genügend Freizeit? Wären sicher viele dafür, steht aber in keinem Parteiprogramm. Um was geht es also dann?
Und wie kann man beim Wählen politischen Einfluss geltend machen? Was soll das Kreuzchen bewirken? Schreibt man seine (politischen) Wünsche auf den Wahlzettel, ist er ungültig. Was soll das also überhaupt?
Auch wenn der Wahlkampf sturzlangweilig ist, weil Merkel sowieso gewinnt: Wahlen sind bekanntlich die Sternstunden der Demokratie. „Echte“ Wahlen sollen den Unterschied zu „totalitären Regimen“ ausmachen – dafür ist schon der ein oder andere Krieg geführt worden! Also beschäftigen wir uns mal damit, was sie sind und was sie leisten. Das Ergebnis wird nicht so ausfallen, wie es unsere Sowi-Lehrer immer erzählt haben…

Donnerstag, 7. September 2017 19.00 Uhr
Bahnhof Langendreer, Raum 6